Bürgerhilfe

Was ich kann, ist unbezahlbar!

Bürg­er­schaftlich­es Engage­ment ori­en­tiert sich […] am Begriff der Bürg­erge­sellschaft bzw. Zivilge­sellschaft. Die Def­i­n­i­tion des Begriffs Bürg­erge­sellschaft beschreibt ein Gemein­we­sen, in dem die Bürg­erin­nen und Bürg­er auf Basis gesichert­er Grun­drechte und im Rah­men ein­er poli­tisch ver­fassten Demokratie durch das Engage­ment in selb­st organ­isierten Vere­inen und durch die Nutzung von Beteili­gungsmöglichkeit­en die Geschicke des Gemein­we­sens wesentlich mit­prä­gen.“ (Beck 2005)

Bürgerschaftliches Engagement im Verein „Das Boot“ zur Förderung seelischer Gesundheit e.V.

  • Ich möchte mich engagieren und weiß nicht wo?
  • Ich habe gehört, Sie suchen noch jemand für die Kon­tak­t­stelle, für‘s Inter­net-Cafe oder für ihre Zuver­di­en­st­pro­jek­te oder Kreativ- und Bewe­gungsange­bote …?
  • Ich habe jet­zt Zeit (meine Kinder sind groß; Rente …) und möchte mich sin­nvoll beschäfti­gen und nicht nur zu Hause rum sitzen, denn da fällt mir die Decke auf den Kopf.
  • Ich möchte mich konkret ein­brin­gen und psy­chisch belastete Men­schen unter­stützen.
  • Ich möchte mich als Bürg­er­patin ein­brin­gen.

Auch im „Boot“ ist Bürg­er­hil­fe, bürg­er­schaftlich­es Engage­ment wichtiger und unverzicht­bar­er Bestandteil der Vere­in­sar­beit. Dies fördert die Qual­ität der fach­lichen Arbeit, fördert Trans­parenz und Iden­ti­fika­tion und fordert uns Profis ständig her­aus, unsere Ziele, Konzepte und Leitgedanken zu über­prüfen.

Die Betä­ti­gungs­felder von bürg­er­schaftlich Engagierten im Vere­in „Das Boot“ sind vielschichtig und reichen von der Begleitung psy­chisch beein­trächtigter Men­schen, von Suchterkrank­ten, von ein­samen Men­schen bis hin zu speziellen Pro­jekt-, Beschäf­ti­gungs- und Freizei­tange­boten sowie der Unter­stützung der haup­tamtlichen Arbeit.

Fol­gende Kern­punk­te definieren (nach Schöck 2007) die Eigen­ständigkeit und Kom­pe­tenz der Bürg­er­helferIn­nen im Umgang mit psy­chisch beein­trächtigten Men­schen:

  • Es geht um zwis­chen­men­schliche Begeg­nun­gen jen­seits ther­a­peutis­ch­er Kon­tak­te.
  • Besuchs­di­en­ste in Kranken­häusern und Heimen bewirken die Öff­nung ein­er Get­to-Sit­u­a­tion. Sie brin­gen Ansätze ein­er Nor­mal­ität in die kün­stliche Welt der Kliniken und Heime.
  • Die Begeg­nung mit Bürg­er­helfern schafft die Möglichkeit der (Wieder-)Teilhabe am sozialen und kul­turellen Leben der Kom­mune. Es eröff­nen sich neue Per­spek­tiv­en.
  • Bürg­er­hil­fe ist Hil­fe aus dem Umfeld des primären Beziehungssys­tems (Fam­i­lie, Nach­barn, Fre­unde, Kol­le­gen usw.)- Bürg­er helfen Mit­bürg­er als Experten des All­t­ags.
  • Die Begeg­nung find­et auf gle­ich­berechtigter Ebene, auf gle­ich­er Augen­höhe statt. Es gibt keine ord­nungspoli­tis­chen Aspek­te.
  • Hil­fe soll in erster Lin­ie Hil­fe zur Selb­sthil­fe sein.
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