Ein Lauf mit besonderem Flair

Es ist das Besondere Flair rund um den Delft, das in jedem Jahr viele Läufer und auch Zuschauer begeistert. Auch in diesem Jahr wird deshalb der Emder Sparkassen-Delftlauf stattfinden, diesmal ist es die 9. Auflage. 2018 feiern die Veranstalter rund um die Emder Laufgemeinschaft (ELG) ein kleines Jubiläum.

Vor acht Jahren wusste die ELG um den damaligen Hauptorganisator Harry Jürrens noch nicht, wie sich der Zuspruch entwickeln würde. Als sich abzeichnete, wie der Emder Binnenhafen rund um den Delft gestaltet werden soll und die ersten Baumaßnahmen das spätere Gesucht von Emdens Flaniermeile erahnen ließen, war den ELG-Machern allerdings klar, dass mit diesem innerstädtischen „Pfund“ gewuchert werden müsse. So entstand die Idee zum Emder Delftlauf.

Das Wuchern mit dem innerstädtischen Pfund hat sich in den Jahren bezahlt gemacht. Nicht nur die kontinuierlich steigenden Anmeldungen der Aktiven sind Beleg dafür, dass die Idee eine sehr gute war. Auch die „Begünstigten“ freuen sich über den Zuspruch. Der Erlös aus dem Delftlauf wird nämlich gespendet. Neben dem Verein „Das Boot“ ist es in diesem Jahr der Förderverein Hospiz Emden, der sich über einen Scheck freuen kann.

Während der „Boot“-Geschäftsführer Rainer Hempel sozusagen schon ein alter Hase beim Delftlauf ist, sind die Awo-Geschäftsführerin Jasmin Kunstreich und der stellvertretende Awo-Bezirksvorsitzende Friedhelm Merkentrup Neulinge. „Wir freuen uns natürlich, dass wir in diesem Jahr zu den Begünstigten gehören“, sagte Kunstreich. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) wird das Hospiz betreiben. Und Merkentrup betonte, dass es wichtig sei, das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Hospize, in denen Sterbende und ihre Angehörigen würdevoll begleitet werden, gibt es in der näheren Umgebung nur in Leer, Jever und Westerstede.

„Das Boot“ wird wieder den Versogungsstand übernehmen. Und auch „YOUgend Integrate“ wird sich nach den Worten von ELG-Organisator Heinz Ehrlich beim Auf- und Abbau mit in die Veranstaltung einbringen. Die Awo, so Kunstreich und Merkentrup, werden sich sicherlich auch präsentieren, eventuell mit einem Informationsstand. „Es sind immer wieder Mitglieder von uns bereit, bei der Organisation mitzumachen, doch ein Selbstläufer ist das nicht“, sagte Ehrlich. Trotzdem sieht er wie auch ELG-Mitorganisatorin Christiane Schneider entspannt auf den 22. September.

Einen vielleicht nicht ganz so entspannten Eindruck machte Sparkassen-Vorstandsmitglied Stefan Schmidt bei Pressetermin. Obwohl äußerlich die Ruhe in Person, hat er am Lauftermin ein ordentliches Programm. Er wird nämlich den Startschuss für den Sechs-Kliometer-Lauf geben, anschließend mitlaufen und dann auch noch die Siegerehrung durchführen. Viele Läufer, zwei Strecken, Spendenempfänger: Also eigentlich fast alles beim alten, auch in der 9. Auflage? „Die Strecke ja, aber wir haben etwas verändert“, sagte ELG-Mitorganisatorin Christiane Schneider. „Jeder Finisher bekommt ein Brot der Bäckerei Sikken überreicht.2 Und auch bei der Siegerehrung gibt es den einen oder anderen attraktiven Gutschein.

Die Zeitmessung wird auch in diesem Jahr wieder per Hand durchgeführt. „Mit einem Chip in der Startnummer, wie es bei vielen Läufen jetzt angeboten wird, steigen auch die Kosten.“ sagte Ehrlich. „Und es soll ja möglichst viel Geld aus Spenden übrig bleiben.“ Duschen können die Aktiven in der Sporthalle bei der Emsschule, es gibt sogar ein Toilettenhäuschen und auch die Moderation des Laufes ist in guten Händen. Jan-Aiko Köhler weiß vieles zu den einzelnen Startern und wird diese Informationen sicherlich auch gerne an die Zuschauen an der Strecke weitergeben. Nun hoffen alle auf möglichst viele, aber nicht zu viele Meldungen, auf gutes Laufwetter und vielleicht auch wieder auf eine gute Stimmung neben der Strecke. Das ist zwar unbestimmt, aber eines hat der Delftlauf auf jeden Fall: ein ganz besonderes Flair.

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