Barenburg feiert sich gleich zweimal

Große Seifen­blasen schweben über die Geibel­straße, der Duft von Pop­corn liegt in der Luft und Kinder mit geschmink­ten Gesichtern spie­len miteinan­der. So sieht es in Baren­burg aus, wenn das alljährliche Stadt­teil­fest gefeiert wird. In diesem Jahr fand am Sonnabend zum ersten Mal zeit­gle­ich das Som­mer­fest des Emder Vere­ins “Das Boot” statt.

Ich werde später auch noch dem anderen Fest einen Besuch abstat­ten”, sagte Rain­er Hempel, Geschäfts­führer des Vere­ins zur Förderung seel­is­ch­er Gesund­heit. Er fände es gut, wenn die Feste noch enger miteinan­der verknüpft wären. “Eigentlich war für dieses Jahr schon ein Shut­tle-Ser­vice geplant”, sagte er, “das haben wir aber dann nicht mehr hin­bekom­men”. Hempel freue sich, wenn das Stadt­teil­fest im näch­sten Jahr wieder ent­lang der Lud­wig-Uhland-Straße gefeiert würde. “Dann liegen wir näher zusam­men und kön­nen sog­ar eine Men­schen­kette von einem zum anderen Fest bilden”, sagte er.

Dass die Ver­anstal­tun­gen sich gegen­seitig ergänzen soll­ten, diel dem Besuch­er sofort auf. Die Organ­isatoren hat­ten jew­eils große Schilder ange­bracht, die auf das andere Fest hin­weisen. Das Mot­to des Som­mer­festes war in diesem Jahr “Hans im Glück”. Andrea Kapa­pa, Lei­t­erin der Kon­takt- und Beratungsstelle “Kumm­Rin”, hat­te die Idee hierzu. “Das ist ein­fach ein tolles Märchen”, sagte Kapa­pa, “wir haben nach einem Mot­to gesucht dass die Men­schen motiviert”. Ger­ade für Leute die am Rande ste­hen, sei es wichtig, sich mit dem eige­nen Glück auseinan­derzuset­zen. Passend zum Mot­to bekam jed­er Besuch­er gle­ich am Willkom­mens­stand eine Glück­skarte mit einem Spruch. Auf ein­er Lein­wand stand der unvoll­ständi­ge Satz “Glück bedeutet…”, den die Gäste mit ihren Vorstel­lun­gen von einem glück­lichen Leben ergänzten. Bei ein­er Tombo­la gab es als Haupt­preis ein Fahrrad zu gewin­nen. Das Duo Steve & Ger­rit spielte Live­musik.

Auch auf dem Stadt­teil­fest ging es munter zu. Der Flohmarkt zog viele Neugierige an, die ein Schnäp­pchen schla­gen woll­ten. Kuli­nar­isch ließen sich die Besuch­er von inter­na­tionalen Spezial­itäten wie ara­bis­ch­er Wurst, veg­e­tarischen Falafel oder iranis­chem Rata­touille ver­wöh­nen. Aber auch Kuchen- und Bratwurst­stände hat­ten gut zu tun.

Neben der Unter­hal­tung boten einige Stände viele Infor­ma­tio­nen. Hierzu gehörten etwa die Arbeit­er­wohlfahrt (AWO, die SPD und das Quartier­man­age­ment. Für die Kinder war das Klet­tern in den grü­nen Baumkro­nen mit Tau und Strick­leit­er ein Höhep­unkt. Die sieben­jährige Susan­na traute sich in die schwindel­er­re­gende Höhe. Strahlend kam sie wieder auf der Erde an. Alles gut gegan­gen. Auch die Bas­tel­stände und die Hüpf­burg wur­den von den jun­gen Besuch­ern gut angenom­men.

Ein Wer­mut­stropfen blieb bei all der Freude für Franziska Davids, die das Stadt­teil­fest hauptver­ant­wortlich organ­isiert hat. In Baren­burg läuft das Förder­pro­gramm “Soziale Stadt” nach 17 Jahren aus (wir berichteten). Deshalb könne es sein, dass das Stadt­teil­fest im näch­sten Jahr nicht mehr so stat­tfind­en kann. “Mal sehen, wie viel Geld die Stadt in der Kasse hat”, sagte Davids.

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